Vom Google Update betroffen – was nun?

Noch ist es zu früh, um alle Auswirkungen des letzten Google Updates in Analysetools zu erkennen, aber erste Vergleiche zwischen optimierten und nicht optimierten Webseiten zeigen, dass das Google Update wie erwartet insbesondere nicht mobil optimierte Seiten in der Sichtbarkeit sinken lässt (s. searchmetrics Blog).

Ob dies auch für das eigene Unternehmen zu erwarten ist, kann man bei Google selber testen oder auch bei Analysetool-Anbietern wie z.B. Sistrix.

Aber was tun, wenn die eigene Webseite vom Update betroffen ist?

Gemäß unseres Slogans „Don’t panic- analyse & optimise“ sollte man zunächst genau untersuchen, anhand welcher Kriterien und wann die eigene Webseite abgewertet wurde.

Oberstes Gebot: Die Webseite sollte ein ‚responsive design’ haben – also auf allen gängigen Endgeräten wie desktop, smartphone, tablet gleichermaßen sauber dargestellt werden. Dies ist nicht nur seit diesem Google Update ein wichtiger Erfolgsfaktor, sondern sichert zukunftsorientierte Sichtbarkeit, egal auf welchem device.

Wenn man nun dennoch an Sichtbarkeit verloren hat, geht es an die Problemanalyse.

Erste Aufschlüsse gibt die Sichtbarkeitskurve in professionellen Analysetools. Sinkt die Sichtbarkeit abrupt oder schleichend langsam über mehrere Monate? Handelt es sich um eine saisonale Talkurve oder eine neue Entwicklung?

Ein abruptes Absinken in der mobilen Sichtbarkeit kann ein Indiz sein, dass man vom Update betroffen ist. Hier lohnt es sich, einen Blick auf Wettbewerber zu werfen – ist deren (mobile) Sichtbarkeit gleichzeitig angestiegen?

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Analyse ist die Contententwicklung auf der eigenen Website. Ist die Website aktuell gepflegt, wurde neuer Content hinzugefügt oder entfernt und wenn ja, in welchem Format? Oft haben Bild und Video hier einen wesentlich höheren impact für die Sichtbarkeit als Text.

Dies stellen die einfachsten Analyseschritte dar. SEO basiert leider nicht nur auf diesen wenigen Faktoren, sondern ist ein Zusammenspiel vieler Kriterien. Laut einer aktuellen Studie von searchmetrics und Aussage von Google („searchmetrics Ranking Faktoren Studie 2014“, Marcus Tober, Dr. Leonhard Hennig, Daniel Furch) ist es das Zusammenspiel aller Faktoren, aber insbesondere folgender, die zu einer guten Positionierung auf den Suchmaschinenergebnisseiten führen:

  • Hochwertiger Content, der die passenden Keywords in einem passenden Kontext setzt
  • Anzahl und Wertigkeit von backlinks
  • Social comments, shares, zunächst Facebook, aber auch Google +
  • Technische Faktoren, wie meta tags, title tags, meta description, Keyword im title

Die Basis einer guten Suchmaschinenoptimierung liegt im technischen Aufbau einer Website. Daher ist auch die technische Analyse der Website unter SEO-Gesichtspunkten ein wesentlicher Punkt, um dem Sichtbarkeitsverlust entgegenzutreten.

Eine sinnvolle, nachvollziehbare Struktur, Verzeichnisstruktur, domain-Aufbau, Seitenbenennung und „Crawlbarkeit“ der Website sind für Google entscheidend. Erst dann können die „weichen“ OnPage Faktoren wie Contentoptimierung, Formatvielfalt, Verlinkungen und die OffPage Faktoren wie backlinks und social links gute Ergebnisse erzielen.