Top-Themen, die digitale Kommunikation & Marketing jetzt stark beeinflussen

Megathemen wie Artificial Intelligence (AI), Internet of things (IoT), Augmented und Virtual Reality (AR und VR), blockchain, livestreaming, Big Data, sind in allen Medien und auf allen Veranstaltungen vertreten.- Welche Trends haben jetzt bereits Einfluss auf die digitale Kommunikation?

Eine Übersicht über Einsatz, Projekte und Projekt-Friedhöfe.

(Chat) Bots sind (wieder) da

Die ersten Chat Bots des Internets waren noch sehr einfach strukturiert und konnten allenfalls mehr oder minder sinnvolle Informationen einspielen. Die heutige Bots und ihre Anbieter, die im Zuge des Artificial Intelligence-trends entstehen, setzen die Technologie nun für den Aufbau von verschiedensten Kommunikationsmöglichkeiten ein – wie z.B. zur individuellen Werbeausspielung, im Service oder bei der Bestellannahme. Die automatisierte Kommunikation wird angereichert mit individuellen Botschaften – ideal für den Aufbau und Erhalt von Kundenbeziehungen. Allerdings sind die aktuellen Lösungen noch nicht ganz ausgereift, wie wired in einem Artikel darstellt.

Eine Übersicht zum Testen zum Teil lustigster Bots als auch Anbieter und Produzenten findet sich hier.

 

Live-Videos in Social Media und News

Anfang 2016 startete Facebook mit seiner Live-Video-Funktion, nun ist auch Instagram-Live in Deutschland online. Laut Facebook-Statistik werden Live-Videos auf Facebook dreimal so häufig gesehen als abgespeicherte Videoinhalte.

Im Digitalen Marketing sollte Bewegtbild schon lange integriert sein, nun stehen mit Live-Video neue Herausforderungen an. – Welche Inhalte eignen sich zur Live-Video-Übertragung? Die Akzeptanz ist wie überall nur da groß, wo man die Zielgruppe mit adäquatem Content und Format anspricht. Sicherlich sind Presseerklärungen, Interviews, Messevideos geeigneter als eine reine Produktpräsentation mit wenig Live-Charakter. Bei Instagram-Live spielt darüber hinaus der Zeitpunkt der Ausspielung eine große Rolle, da der Inhalt nur bei der Übertragung sichtbar ist, danach verschwindet er, anders als bei Facebook, wo er gespeichert wird.

Die durch Live-Videos entstehende spontane Kommunikationsmöglichkeit mit Usern (Kommentare werden angezeigt), bietet eine weitere Austauschmöglichkeit mit der fanbase.

Welche Plattform sollte ein Unternehmen für seine Videoausspielungen nutzen? Die Durchsuchbarkeit der Plattform nach Videoinhalten, die Möglichkeit von ausgereiften Video-Unternehmensprofilen sprechen stark für die Nutzung von YouTube für Unternehmen. Auch wenn quasi „jeder“ Facebook nutzt, bestehen hier viele passive Nutzer, die eher aus Langeweile Videos ansehen, als aus wirklichem Interesse- der Engagement-Faktor wird auf YouTube weiterhin höher eingeschätzt. – Das Live-Video-Streaming bei YouTube steht jedoch nur Kanalbetreibern mit > 10.000 Abonnenten zur Verfügung.

 

Überwindung der Ad-Blocker

Kein Fortschritt, sondern eher ein Rückschritt, nennen viele Marketers und Mediaplaner die Einführung von Ad-Blocker-Technologien. Mittlerweile nutzen fast 30% der User in Deutschland AdBlocker, in anderen europäischen Ländern bereits bis zu 40%, um Bannerschaltungen in ihren Anwendungen zu vermeiden. Ein klares Aus für das klassische Display Advertising? In jedem Fall müssen Werbetreibende sich mit einem kreativerem Mediamix und alternativen Platzierungen wie z.B. Native Ads und stärkerem Content-Marketing befassen, um die gewünschte Performance zu erreichen. Ein reines cookie-basiertes Targeting auf externen Seiten reicht nun nicht mehr aus. Ein Grund mehr das OnSite-Marketing auszubauen und auf eigene Daten zu vertrauen. Hierzu ein Artikel von Christian Sauer, CEO Webtrekk.

 

Content Marketing im Sales-Funnel

Die Stärkung des OnSite-Marketings bringt verbesserte Klickpfad- Prozess- und Trichteranalysen mit sich und ermöglicht eine immer optimalere Erstellung von optimiertem Content, der den User zielgerichtet zum Lead führen soll. Der sogenannte „follow content“ wird dabei ferner weiterhin auch außerhalb der Website erscheinen müssen, um Reichweiten und Interessen für Neukunden zu erzeugen.

Das professionelle Content Marketing, das Interesse erzeugen, personalisierte Daten generieren und Leads aktivieren kann, dient zukünftig immer stärker dazu, dem Vertrieb möglichst gut angereicherte Kontakte zuzuspielen. Das technische Zusammenspiel von Content, Marketing Automation (und) CRM ermöglicht kundenorientiertes Content Marketing über alle touchpoints hinaus und sorgt für eine smarte Ausspielung der bereitgestellten Inhalte. Content wird nun genauso getestet, analysiert und gezielt platziert und ausgespielt wie ehemals Display Ads oder andere performance-orientierte Werbemaßnahmen. – Denn eins at man gelernt: Content kann mindestens genauso gut Leads generieren.

 

Datenvisualisierung

Aus „Big Data“ Erkenntnisse abzuleiten und Daten zu interpretieren, wurde bisher in Agenturen und Unternehmen nur sehr erfahrenen Analysten überlassen. Mit Datenvisualisierungs- und dashboard -Software wie tableau, Google Data Studio oder IBM Watson Analytics uvm. ist dies wesentlich leichter – wenn auch das eigentliche Fachwissen damit nicht erübrigt wird. Aber visualisierte Daten lassen sich für die meisten Menschen nun einmal schneller erfassen und leichter interpretieren.

Die Zusammenführung der Daten verschiedener Datenquellen und ihre Darstellung in dashboards erleichtert die Arbeit von Marketer und Analysten zusätzlich, um Erkenntnisse für die jeweiligen Geschäftsprozesse und zukünftigen Kampagnen abzuleiten. Darüber hinaus sind datenquellen-übergreifende alert-Funktionen eine willkommene Erleichterung, als Warnfunktion als auch Vorhersagen abzuleitender Trends, insbesondere in performance getriebenen Geschäften wie dem B2C- eCommerce.

 

Blockchain

Ich unterstelle jedem Leser, der nicht originär was mit blockchain-Projekten zu tun hat, dass zunächst das eigentliche Aha-Erlebnis „ blockchain – next big thing“ ausbleibt. Zu vermeintlich simpel und doch komplex verständlich erscheint die blockchain – Technologie.

Ein schöner Artikel zur Einführung in das Thema blockchain ist bei Forbes zu lesen.

Für mich hat sich das mögliche Potential von blockchain mit den bereits bestehenden Firmen und cases erschlossen. Auf der Hub:conference stellte Shermin Voshgemir, Gründerin von blockchainhub, Einsätze der blockchain-Technologie in bestehenden Geschäftsmodellen vor. Was den Einsatz von blockchain so interessant macht, ist dass blockchain eine Art smart contract darstellt. Blockchain enthält einen bestimmten Code, der automatisch ausgeführt wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Daher wird diese Technologie auch für digitale Währungen wie z.B. bitcoin eingesetzt. Transaktionen können so automatisiert und garantiert werden, ohne dass dabei ein Mittelsmann wie eine Bank oder eine andere Plattform, die z.B. Lizenzen prüft, auftreten muss.

Für z.B. Banken, aber auch die Musik- oder Filmindustrie, den juristischen Sektor, im Healthcare-Bereich ist dies eine wahrscheinlich bahnbrechende Technologie. Die Ver- und Entschlüsselung funktioniert ohne lokalen Servereinsatz oder zwischen geschalteter Verifizierungsstelle, sondern ist nur zwischen Sender – Empfänger aufzulösen. Zentrale Institutionen können in dezentrale Software-Projekte aufgeschlüsselt werden. Lesenswerte Artikel zum blockchain-Trend, Prognosen, Einsatz:

https://www.btc-echo.de/5-dinge-die-die-blockchain-industrie-ab-2017-nicht-mehr-sagen-sollte/

https://www.btc-echo.de/blockchain-durchbruch-investorenausblick-auf-2017/

https://channels.theinnovationenterprise.com/articles/blockchain-top-trends-in-2017

 

Und bevor man nun selber zum begeisterten blockchain-Unternehmer wird – unbedingt lesenswert: Der blockchain-Friedhof – eine Sammlung gescheiterter Projekte und Unternehmen.

 

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