B2B Report 2014 Update Teil 1 – Quantität statt Qualität?

Im März 2014 haben wir (Kauleo & Brandwatch) in dem Social Media Report 2013 die Social Media Kommunikation von 150 deutschen B2B-Unternehmen untersucht und ein Ranking der sichtbarsten B2B-Unternehmen erstellt. Nach sechs Monaten ist es nun Zeit für ein update.
In vier Beiträgen werden wir die interessantesten Aspekte näher betrachten. In den ersten beiden Artikeln wird es dabei um die Kanalverteilung gehen.
Wie erwartet haben die Treffer zugenommen. Interessant und überraschend hingegen ist die Verteilung der Treffer, insbesondere in den Kanälen Twitter, Facebook, Blogs und Foren.
In den ersten 9 Monaten 2014 haben sich die einzelnen Kanäle wie folgt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entwickelt:

•    B2B Twitternutzung: Zunahme der Tweets um 122,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
•    B2B Facebooknutzung: Zunahme der Facebook-Posts um 63,4%
•    B2B News-Treffer: Rückgang der Newstreffer um 5,6%
•    B2B-Forumnutzung: Rückgang der Forentreffer um 6,2%
•    B2B-Blogposts: Rückgang der Blogtreffer um 13,4%

Am 29.3 hatten wir die Ergebnisse 2013 und Vergleichskennzahlen zur B2B Social Media Nutzung in Groß Britannien in der Britischen Botschaft präsentiert [Link]. Erste Zahlen 2014 hatten darauf hingedeutet, das es bei der Kanalnutzung eine deutlich Verschiebung geben würde. Dieser Trend hat sich jetzt verfestigt.

Der Trend, dass die Kommunikation sich von Blog und Foren hin zu Facebook und Twitter verlagert, haben sich bestätigt.

Kanalentwicklung

Kanalentwicklung

Doch wie sind die Entwicklungen im Detail?

B2B Twitternutzung: Zunahme der Tweets um 122,6%

Twitternutzung

Twitternutzung

In allen von uns untersuchten Branchen ist ein Zuwachs zu verzeichnen. Die stärksten Entwicklungen sind mit 217% bzw. 220% im Bereich Bauzubehör und Optik, Medizin und Messtechnik zu verzeichnen. Aufgrund ihrer geringen Trefferanzahl 2013 ist der absolute Anstieg im Vergleich zu den anderen Branchen jedoch zweitranging.

Absolut ist der größte Anstieg mit 22.000 bzw. 15.500 im Bereich der Chemischen Industrie und Transport & Logistik zu messen. Im Bereich der Transport & Logistik Branche verzerren allerdings die Pilotenstreiks bei der Lufthansa, bei denen häufig auch Fraport genannt, das Ergebnis leicht.

Besonders interessant sind die Entwicklungen im Bereich Steuerungs- & Elektrotechnik sowie der Maschinenbau. Hier sind die größten Zunahmen des Twitteranteils an der gesamten Kanalnutzung zu messen. Im Bereich der Steuerungs- und Elektrotechnik ist der Twitteranteil von 16% (2013) auf 31% (2014) gestiegen. Im Maschinenbau ist der Anteil von 14% (2013) auf 26% (2014) gestiegen. Zum Vergleich, der Gesamtanteil der Twittertreffer ist von 12% (2013) auf 23% (2014) gestiegen.

Lanxess, verzeichnet bei den Twittertreffern mit 166% bzw. 1.700 Treffern den größten Zuwachs, während Krones mit -15% bzw. 266 Treffern einen deutlichen Rückgang verzeichnet.
Aber wie twittern deutsche B2B-Unternehmen? Wie ist das Engagement?
Im dritten Blogpost dieser Reihe werden wir uns dieser Frage widmen.

B2B Facebooknutzung: Zunahme der Facebook-Posts um 63,4%

Facebooknutzung

Facebooknutzung

Bauzubehör und der Maschinenbau verzeichnen mit 158% bzw. 155% das größte Wachstum an Facebooktreffern. Im Gegensatz zum Bereich Bauzubehör ist das Wachstum im Maschinebau auch absolut mit 4.700 Treffern deutlich. Übertroffen wird dieses absolute Wachstum nur von den Bereichen Transport & Logistik (5.500) und Chemischen Industrie (7.500). Alle drei Bereiche liegen somit deutlich über dem Mittelwert von 2.500 Facebooktreffern.

Die größte Verlagerung ist allerdings in den Bereichen Werkzeuge und Agrarwirtschaft zu messen. Hier wuchs der Anteil der Facebooktreffer an den Gesamttreffern von 11% auf 18% bzw. 8% auf 12%.

Liebherr, auf dem ersten Platz im Ranking von 2013, verzeichnet bei den Facebooktreffern mit 120% bzw. 1.100 Treffern den größten Zuwachs, während MAN mit -22% bzw. 845 Treffern einen deutlichen Rückgang verzeichnet.

Und was posten deutsche B2B-Unternehmen? Mit welchem Erfolg?

Diesen Fragen zur Facebooktenwicklung werden wir dann im dritten Blogpost dieser Reihe nachgehen.

Was kommt als nächstes?

In der Wahlanalyse würde jetzt gefragt werden, wo kommen die Wähler denn her? Und auch in der Kanalverteilung gibt es Bewegungen, wer die „Verlierer“ sind, betrachten wir im morgigen zweiten Teil dieser Blogserie.